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Das Erleben von Schuld und Schuldgefühlen ist eine zentrale Dimension des Menschen. Die Versöhnungsbereitschaft Gottes ermöglicht uns Umkehr und Versöhnung. Zu Beginn des Markusevangeliums heißt es: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“(Mk 1,14f). Das Auf-uns-Zukommen Gottes gibt uns die Möglichkeit eines neuen Anfangs gerade in solchen Situationen, in denen wir erleben müssen: Da geht ein Riss durch mein Leben. Umkehr ist ein ganz entscheidendes Wort für unser Leben als Christen und Christinnen, eine lebensentscheidende Notwendigkeit. Ein Mensch kehrt um, er steht zu seiner Schuld. Er bittet Gott und seine Mitmenschen um Vergebung. Er will neu anfangen und, soweit es möglich ist, gutmachen, wo er Schaden angerichtet hat. Unser Leben ist überaus vielfältig, darum können wir auch auf vielfache Weise Vergebung erfahren, so z. B. im persönlichen Gespräch. Die Kirche kennt als besondere Formen der Versöhnung die persönliche Feier des Bußsakramentes (Beichte) und den Gemeinde-Bußgottesdienst. Das Ringen um einen Lebensstil, der dem Evangelium entspricht und die stets neue Hinwendung zu Gott ist nicht nur für den einzelnen, sondern auch für die Gemeinschaft notwendig. In den besonders geprägten Zeiten des Kirchenjahres im Advent und in der Fastenzeit halten wir deshalb in unseren Gemeinden einen solchen Bußgottesdienst für Kinder sowie einen, der sich an Jugendliche und Erwachsene richtet. Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Jeweils im Anschluss an diese Bußgottesdienste besteht die Möglichkeit zur Beichte in freier Form bzw. zum Beichtgespräch. Das Gespräch mit dem Priester bietet eine Chance, die je persönliche Lebenssituation umfassender zu überdenken. Selbstverständlich stehen die Priester des Seelsorgebereichs grundsätzlich während des gesamten Jahres für Beichte und Beichtgespräch zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie bei Bedarf einen Termin.
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