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Von Jesus lesen wir in der Heiligen Schrift, dass er die Kranken segnete und heilte. Er sucht die Gemeinschaft mit den Kranken und Schwachen. Er will ihnen nahe sein, sie trösten und stärken. Diesem Beispiel folgen seine Jüngerinnen und Jünger. So erfüllen die christlichen Gemeinden seit den ersten Tagen der Kirche den Liebesdienst an den Kranken und Schwachen. Auch unsere Gemeinden sind bestrebt, die Verbindung zu ihren kranken Mitgliedern, ob sie zu Hause oder in Krankenhäusern liegen, nicht abreißen zu lassen. Dabei ist die Gemeinde auf die Mithilfe der Angehörigen, Nachbarn und Freunde angewiesen, denn sie kann nur in Einzelfällen wissen, dass jemand ernsthaft erkrankt ist. Ein Telefonanruf genügt. Ein/e Mitarbeiter/in unserer Gemeinde oder gegebenenfalls jemand aus unserem Seelsorgeteam kommt gerne zu einem Besuch und Gespräch vorbei.
Wenn jemand nicht mehr dazu in der Lage ist, an der sonntäglichen Gemeindemesse teilzunehmen, aber den Wunsch verspürt zu Hause die heilige Kommunion zu empfangen, lassen Sie uns auch das wissen. Die Kommunion zu den Kranken zu bringen ist ein alter Brauch der Kirche, und in unseren Gemeinden gibt es eine Reihe von Frauen und Männern, die diesen Dienst an den Kranken gerne und voll Freude übernehmen. Zum Zeichen der Verbundenheit beten wir jeden Montag im Anschluss an die Seniorenmesse um 9.30 Uhr ein Krankengebet und läuten in allen Kirchen unseres Seelsorgebereichs die Glocken, gemeinsam mit denen der evangelischen Kirchen.
Verspürt ein Kranker oder eine Kranke den Wunsch, die stärkende Nähe des Herrn im Sakrament der Krankensalbung zu empfangen, so sollten Sie als Angehöriger nicht zögern einen Priester herbeizurufen, auch wenn Sie selber vielleicht der Kirche und dem Glauben eher fremd gegenüberstehen. Die Krankensalbung ist ein Sakrament der Lebenden, es will den Kranken keineswegs vorzeitig dem Tod überantworten. Sie wird deshalb auch mehrfach gespendet. Nicht nur in akuter Lebensgefahr, sondern auch zum Beispiel vor einer schweren Operation. In der Gemeinschaft mit Christus wird der Kranke aber auch, darauf vertrauen wir, das Sterben gestärkt und getröstet bestehen. Falls kein Priester vor Ort erreichbar ist, kann die priesterliche Rufbereitschaft unter (01 72) 9 36 76 39 für die Krankensalbung und bei einem Sterbefall angerufen werden.
Herr, Du bist mein Schöpfer, immerfort blickt mich Dein Auge an, und ich lebe aus Deinem Blick. Laß mich das Geheimnis verstehen, dass ich bin, und das sich bin durch Dich.
Ich möchte Dir den Weg zu meinem Herzen freigeben, Deinem Licht und Deiner Gegenwart Raum geben.
Schenke mir Vertrauen in Deine Barmherzigkeit, und gib mir die Liebe als starke Kraft, die mir Schutz gibt in bösen Zeiten.
Denn der Wind steht mir entgegen und macht mich oft müde und verzagt. Du bist die einzige Sicherheit, die mir Ruhe verschaffen kann.
Mach mich fähig, Schmerz anzunahemen, wenn es sein muss, und ihm zu widerstehen, wo ich kann.
Laß mich wachsen und stärker werden, wenn ich leiden muss, und Jesu Liebe. die ans Kreuz ging, auferstehn in mir.
Ich danke Dir, Vater, dass Du mich geschaffen hast. Ichdanke Dir, Jesus, dass Du mich erlöst hast. Ich danke Dir, Heiliger Geist, dass Du mich heilen und heiligen willst. Amen.
Seit den Anfängen ihres Bestehens verkündet die Kirche nicht nur die Auferstehung Jesu, sondern auch die Auferstehung aller Toten. Der Tod ist demnach nur das Tor oder der Übergang vom irdischen Leben zum Leben in Fülle bei Gott. Das ist der Trost, den die Kirche den Hinterbliebenen verkündet. Tote in Würde zu beerdigen und die Hinterbliebenen in ihrer Trauer zu begleiten, ist von daher seit Alters her eine wichtige Aufgabe der christlichen Gemeinde. Grundlage für eine kirchliche Beerdigung ist einerseits der Wille der oder des Verstorbenen, andererseits der Wunsch der Angehörigen. Nach dem Tod nimmt in der Regel zunächst das Beerdigungsinstitut mit dem Pfarramt Kontakt auf, um den groben Rahmen für Trauerfeier und Beerdigung abzustecken. Danach wendet sich eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger an die nächsten Angehörigen, um in einem Trauergespräch über die Situation zu sprechen und die Einzelheiten für die inhaltliche Seite der Gottesdienste abzusprechen. Selbstverständlich kann man auch unmittelbar nach dem Tod den Besuch eines Seelsorgers bzw. einer Seelsorgerin erbitten.
Die kirchlichen Feierlichkeiten bestehen grundsätzlich aus drei Teilen: dem Gottesdienst in der Kirche, der Verabschiedung in der Friedhofskapelle sowie der Grablegung. Das gilt sowohl für eine Erd- als auch für eine Feuerbestattung. Manchmal gibt es gute Gründe, von dieser Form im Einzelfall abzuweichen. Dieses und andere Einzelheiten werden im Trauergespräch besprochen. Nach einer Beerdigung ist es guter christlicher Brauch, die Gemeinschaft mit den Verstorbenen zu pflegen, indem man an die Toten denkt und für sie betet, z.B. beim Sechswochenamt, beim Jahrgedächtnis oder sonstigen Gelegenheiten. Dieses Gebet hat seinen Platz inmitten des Gottesdienstes der Gemeinde. Das Gebet für die Verstorbenen kann keine Garantie für ein ewiges Leben bei Gott sein, denn das ist allein von der Gnade Gottes abhängig, auf dessen Barmherzigkeit wir vertrauen. Dennoch macht das Totengebet einen großen Sinn. Wer das Gebet für die Verstorbenen in den Gemeindegottesdienst tragen möchte, wende sich bitte an das Pfarrbüro.
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